Second Bandshirt
Samstag, 16 April, 2016

RosaLinde Leipzig e.V.

Der Verein der RosaLinde Leipzig e.V. definiert sich als „der Verein für alle Menschen unabhängig ihrer sexuellen Identität und Lebensweise“. Der Fokus ihrer engagierten Arbeit liegt auf dem Kampf gegen Diskriminierungen wie Homo- und Transphobie, aber auch gegen Sexismus und Rassismus. Und da dies keine neuen (aber hoffentlich irgendwann vergangenen) Phänomene sind, gibt es die RosaLinde schon seit 1989. Außerhalb von Kirche und innerhalb der DDR schafften es mehrere Studierende, den „Arbeitskreis RosaLinde“ zu gründen. Durch zunehmende Professionalisierung und Entwicklung kristallisierten sich die heutigen vier Schwerpunkte Begegnung, Bildung, Beratung und Kultur heraus. Innerhalb dieser Schwerpunkte wird sich auf unterschiedliche Weise mit den Problemen von z.B. Lesben, Schwulen, Bi-, Trans-, Inter- und Asexuellen auseinandergesetzt.

Dies kann primär in Form von professioneller Beratung erfolgen, auch für Angehörige oder befreundete Menschen. Das Ziel ist es ratsuchende Personen bei ihrer freien und individuellen Wahl und den entsprechenden Lebensentwürfen zu unterstützen. Bei Themen wie Coming Out, Partnerschaft, Transidentität, rechtlichen Fragen oder Kinderwunsch verspricht der Verein Informationen, Beistand und Rückhalt. Außerdem bietet die RosaLinde Räumlichkeiten und Raum für Austausch in einer der vielfältigen Gruppen: Queerkids, FilmKlub, Girlspot, Poly*, Ü 40, CSD, Krimilinden, Zockerklub, Queer und Glaube, TransGenderTown, Stimmbildungsgruppe.

Ein besonderer Angelpunkt sind das Schulprojekt „Liebe bekennt Farbe“ und die Workshops für Schüler_innen und Lehrkräfte. Hier wird die Gelegenheit geboten sich zielgruppenspezifisch mit Geschlechterrollen und sexueller Orientierung auseinander zu setzen und im persönlichen Gespräch Tabuisierungen abzubauen. Diese Form von Antidiskriminierungs- und gleichzeitig Bildungsarbeit kann die Diskussion über die zweigeschlechtliche Einteilung und Gleichwertigkeit von Homo-, Hetero- und Bisexualität ankurbeln. Die RosaLinde schlägt Projekte schon ab der 7. Klasse vor, denn mit dem Abbau von Vorurteilen und der Stärkung von Selbstbestimmung kann man nicht früh genug beginnen. Fühlt euch hiermit daran erinnert auch in euren alltäglichen Kontakten Diskriminierung anzusprechen. „Schwul ist immer noch kein Synonym für Scheiße“- Kommentare kann man kaum oft genug sagen.

Die vorwiegend durch ehrenamtlich Mitarbeitende geführte Vereinsstruktur organisiert außerdem Lesungen, Vorträge und auch Partys wie die „Genderlicious“, die Treffpunkte in Leipzig bieten. Innerhalb ihrer Arbeit sind Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, Gruppen, Vereinen und auch Therapeut_innen, Rechtsanwält_innen und Behörden ein wichtiger Bestandteil, immer mit dem Hauptaugenmerk auf Sensibilität, Vertrauen und einem geschützten Freiraum. Grundsätzlich ist das Angebot des Vereins (bis auf die Workshops) kostenfrei und auch auf Wunsch anonym. Ausnahmslos geschieht die Vereinsaktivität in transparenten und demokratischen Formen und alle Menschen bekommen Unterstützung, unabhängig von Religion, Alter, Nationalität, sexueller und/oder geschlechtlicher Identität. Second Bandshirt ist begeistert von dem unermüdlichen Einsatz und möchte der RosaLinde beim Kampf für die Rechte von lsbti* Menschen helfen.

www.rosalinde-leipzig.de
www.facebook.com/RosaLinde.Leipzig

RosaLinde-Leipzig-Lange-Strasse-11-04103-Leipzig