Second Bandshirt
Montag, 19 Februar, 2018

Dorf der Jugend Grimma

Auf dem Gelände der alten Spitzenfabrik in Grimma hat sich ein Projekt eingenistet, das insbesondere für die Jugendkultur im ländlichen Grimma ein großer Gewinn ist. Man kann es als Ergänzung oder als Alternative zu bereits vorhandenen, kommerziellen oder institutionellen Angeboten der Jugendarbeit sehen, denn das Dorf der Jugend ist unabhängig und hat keine Träger. Sich selbst zu finanzieren soll vor Schwankungen und leeren Projektmitteln schützen, lehren Verantwortung zu übernehmen aber auch die Möglichkeit bieten, das umsetzen zu können worauf man Lust hat. Hier soll Raum sein für die persönliche Entfaltung und Entwicklung zur Selbstständigkeit. Dabei sollen Jugendliche die Chance bekommen sich Freiräume selbst zu erobern und zu gestalten. Innerhalb des Plenums wird demokratisch diskutiert und Entscheidungen getroffen, die das Wohl aller Aktiven im Dorf der Jugend miteinbeziehen. Die verschiedenen Arbeitsgruppen setzen dann die Vorhaben in die Tat um z.B. innerhalb von Workshops (z.B. Upcycling) oder auch durch handwerkliche Arbeit. Neben kulturellen Veranstaltungen bietet auch das Containercafe mit vegetarischem und veganen Angebot einen Treffpunkt und die Fahrradwerkstatt die Möglichkeit selbst tätig zu werden.  Auch sportlich aktiv kann man auf der Downhillstrecke, dem Skatepark oder dem Basketballplatz werden, welche alle von den Jugendlichen selbst in Stand gehalten werden.

Grimma als Standort hat sich Tobias Burdukat (Koordinator des Projekts) ganz bewusst ausgesucht für das Projekt, denn insbesondere die sächsischen ländlichen Regionen haben oft wenig kulturelles Angebot und meist ziehen engagierte Leute nach der Schulzeit weg, sodass keine nachhaltigen Strukturen im linkspolitischen Spektrum möglich sind. Daher soll das Projekt auch motivieren in Grimma zu bleiben und die Stadt selbst mitzubestimmen. Jugendliche sollten sich also aktiv miteinmischen in die Jugendarbeit damit sie auch wirklichen ihren Interessen dient. Werte wie Antirassismus oder Antisexismus werden dabei z.B. innerhalb von Diskussionsrunden im Dorf der Jugend besprochen.  Denn leider ist auch der bürgerliche Konsens in Grimma teilweise der rassistischen Hetze verfallen. Umso wichtiger, dass die Jugend einen Raum hat ihre gegensätzliche Meinung kund zu tun. Das Dorf der Jugend kann von allen genutzt werden, die ihre Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen möchten. So helfen z.B. auch Geflüchtete bei der Vorbereitung von Festivals mit. Die Hoffnung ist das Projekt von Generation zu Generation weiterzugeben und auch Jugendliche und Ehrenamtliche zu schulen, sodass sich die Strukturen selber tragen. In der Zukunft sind noch ein Gewächshaus, Proberäume oder auch eventuell ein Hostel in Planung.

Wir sind schon ganz gespannt uns das Gelände spätestens bei der Spendenübergabe anzuschauen. Ihr habt auf Facebook abgestimmt und so soll es sein! Wir möchten diesen Freiraum gerne unterstützen und hoffen ihr hab auch Lust beim Kauf von Shirts mit euren Spenden Jugendliche zu empowern sich zu engagieren.

https://www.facebook.com/dorfderjugend/

 

Dorf der Jugend