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Montag, 19 Februar, 2018

AGISRA

agisra steht für “Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung”. Und genau das verkörpert der seit 1993 in Köln sitzende Verein durch und durch. Kurz könnte man sie als autonome, feministische Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und geflüchtete Frauen beschreiben. Aber dies würde der vielfältigen Arbeit kaum gerecht werden. Das Team von agisra, das selbst transkulturell aufgestellt ist, hat die Mission die rechtliche Lage für Migrantinnen zu verbessern und sie zu schützen. Dies geschieht z.B. in Form von psychosozialer Beratung, Begleitung, Unterstützung und Therapie (selbstverständlich in verschiedenen Sprachen). Es wird sowohl bei sozial- oder aufenthaltsrechtlichen Fragen unterstützt, als auch bei traumatischen Erfahrungen und entsprechenden Folgeerkrankungen. Das übergeordnete Ziel ist den Frauen zu Selbstständigkeit und Eigenbestimmtheit zu verhelfen, sodass vor allem ressourcenorientiert gearbeitet wird. Alle Angebote sind anonym und kostenlos und komplett unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprachkenntnissen und Aufenthaltsstatus.

Sie verstehen soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und stehen gegen jede Art von Sexismus, Rassismus und andere Unterdrückungsformen ein. Um Menschenrechte eben auch für Migrantinnen und geflüchtete Frauen sichtbar zu machen betreibt agisra außerdem Bildungs-, Informations-, Lobby und Vernetzungsarbeit. Dabei sind sie bei Arbeitskreisen, Runden Tischen und Netzwerken auf kommunaler, landes- und bundesweiter Ebene aktiv und beteiligen sich auch auf internationaler Ebene an politischen Diskussionen und Gremienarbeit. Themen wie Zwangsprostitution, Gewalt in der Familie, Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung müssen öffentlich diskutier werden, mit Mut, Empathie und Durchsetzungsvermögen.

Die Frauen fühlen sich dort sicher und verstanden und lernen selbstständig über ihr Aufenthaltsrecht oder Opferaussagen bei Strafprozesse. Natürlich bekommen sie trotzdem Begleitung bei Behördengängen und Adressen von sensiblen und engagierten Ärzten_innen oder auch Anwälten_innen. So kommen im Jahr ca. 450 Frauen im Alter von 15 bis über 60 Jahren zu agisra. Die telefonische Beratung oder auch die Arbeit der Streetworker sind da nicht mal miteingerechnet. Wir finden unermüdliche feministische, antirassistische und intersektionale Migrantinnenarbeit gepaart mit Empowerment sollte definitiv unterstützt werden.

www.agisra.de

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